Prtlag i Bezbednosti, jebi ga! – Intensive Sicherheitsüberprüfungen an Flughäfen

Es war im Sommer vor ein paar Jahren. Meine Großeltern waren wieder unterwegs.

Diesmal ausnahmsweise nicht mit dem Süper-Bus eines jugo-deutschen Unternehmers mit Wechselkennzeichens, der aus versicherungstechnischen Gründen nicht den Omnibusbahnhof der schönsten Stadt Deutschlands anfährt… sondern: mit dem Flugzeug!!!

Mein Großeltern haben die Angewohnheit ihr Reisegepäck auf das Wichtigste zu begrenzen:

Auf dem Weg nach Deutschland besteht ein nennenswerter Anteil des Gepäcks aus Nüssen, Schinken (Pršuta), Käse (Kajmak) und einem selbstgemachten Destillat (Slivovic).

Auf der Reisen nach Serbien meist Medikamente, Wasserhähne (Ein Mitbringsel – ein Verwandter in Serbien sammelt Wasserhähne) und Autopolitur für einen weiteren Verwandten, der gerne mal zwischendurch sein Auto poliert …

Auf Flughäfen gibt es momentan sehr intensive Sicherheitskontrollen. Diese mussten allerdings auch meine Großeltern lernen:

  • Meine Großmutter musste einen intensiven Körperscan über sich ergehen passen. Leider signalisierte der Metalldetektor auch nach dem dritten Durchschreiten Metall oder Plastiksprengstoff in Körpernähe. Für die Sicherheitsbeamten ein schwieriges Unterfangen: Sie fanden nichts und meine Oma fluchte auf allen möglichen Sprachen…. Und das sind viele… Kurzer Hand wurde eine Leibesvisitation angeordnet. Im Separee durfte meine Oma sich (unter Aufsicht?) entkleiden. Dann offenbarte sich der Grund: Meine Oma versteckte einen erheblichen Geldbetrag in Alufolie gewickelt in unmittelbarer Körpernähe. Die Aufregung legte sich etwas – bei allen Beteiligten. Meine Oma durfte nun den Wartesaal betreten. Die Freude hielt nicht lange an.
  • Man rief meinen Großvater aus. Er möge sich bei der Sicherheitskontrolle melden. War etwas mit den Wasserhähnen nicht okay? Man fand etwas verdächtiges in seinem Koffer… Sah aus wie eine Bombe… Könnte unter Druck explodieren… Es war eine Aerosol-Flasche Autopolitur in Alufolie gewickelt. To je to.

Nach dem nun auch dieses Sicherheitsproblem gelöst wurde, war für meine Großeltern klar: das nächste Mal wird wieder Bus gefahren, jebi ga.

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